Zitat des Tages

Sonntag, 21. Dezember 2008

Grissemann/Stermann und die geheimen Jäkle Tagebücher

Die geheimen Tagebücher von Hansjörg Jäkle

22. 12., Bischofshofen: Beim Training heute gestoppte 6 Sekunden zu spät vom Schanzentisch. Mit anderen Worten, einfach runtergeplumpst. 5 m tief aber nur 0.5 m weit, kein Telemark, Noten zwischen 0 und 0.0. Bundestrainer Rudolf Hess hat gelacht als ich im Schnee lag. Das Schwein haßt mich, er hat mit der Fahne gewunken, als gerade Orkan Lothar von allen Seiten kam. In der Nacht mit Wille Kantee geschlafen und dabei an Miyahira gedacht.

23. 12., Garmisch-Partenkirchen: Habe heute Morgen vor der Qualifikation mit Miyahira geschlafen aber dabei an Wille Kantee gedacht. Bin ständig unzufrieden. Hatte ausgerechnet während des Probesprungs eine 2-Sekunden-Erektion, sodaß es in der Videoanalyse nicht wie ein V sondern wie ein W aussah. Außerdem massive Anlaufgeschwindigkeitsprobleme. War langsamer als der Schanzenhausmeister, der parallel zu mir die Treppen runter ging!

5. 1., Innsbruck, Bergisel: Habe gestern Nacht mit Miyahira und Wille Kantee geschlafen und dabei an Jussi und Matti Hautamäki gedacht. Meine Schi sind katastrophal gewachst, bin 5 m vorm Schanzentisch stehengeblieben. Dann ist mir von hinten Primoz Peterka reingeknallt, dadurch bin ich doch noch runtergefallen und mit 2 m in die Wertung gekommen. Noch keine müde Mark verdient heuer. Die Sponsoren wollen mir die Schi wegnehmen. Na gut, dann werd ich halt runter laufen müssen!

Hinterzarten, 16. 1. 2000: Bin in der Quali heute aus lauter Unkonzentriertheit auf der Hinterseite der Schanze runtergesprungen. Bin in den Wald geplumpst, ich Esel. Alle haben mich ausgelacht. Habe erfahren, daß RTL meine Sprünge nicht mehr übertragen will, dafür hat sich aber die SAT1-Wochenshow die Rechte an meinen Sprüngen gesichert. Mein Selbstbewußtsein ist im Keller, nachdem ich bei einem Prominenten-Benefiz-Juxspringen gegen Ottfried Fischer verloren habe. Die Einnahmen kamen übrigens mir zugute. Habe durchs Springen heuer erst 48 Mark 50 verdient. Der DSV hat mir den Springeranzug weggenommen, weil ich, wie es in einer Presseerklärung heißt, den Sport angeblich ins Lächerliche ziehe! Springe jetzt mit dem warmen Fischgrätmantel meines Schwagers.

Oberzarten, 17. 1. 2000: Habe heute die Anlaufspur zerstört, weil ich im V-Stil runtergefahren bin. Anschließend in der Luft den Telemark gemacht. Krieg den richtigen Bewegungsablauf nicht mehr hin! Immerhin 8½ m, allerdings gestürzt, weil sich der Fischgrätmantel um die Schier gewickelt hat. Die FIS hat heute beschlossen, daß, wenn ich im Wettkampf über 9 m springe, die Jury sich zusammensetzten muß, um den Anlauf radikal zu verkürzen. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Bin aufs morgige Springen gespannt, der DSV hat mir gerade die Schi weggenommen. Versuche es morgen zum ersten mal mit 2 Pfannen von meiner Schwägerin.

Unterzarten, 18. 1. 2000: Bin aufgeregt, bin gleich dran. Mein Gegner im K.O.-Springen ist dieses lächerliche Maskottchen, ein geistig behinderter Rentner im Bärenkostüm. Nachdem mir der DSV auch Helm und Handschuhe weggenommen hat, mußte ich umdisponieren. Um meinen Kopf zu schützen, hab ich die Dunstabzugshaube meiner Schwägerin aufgesetzt. Statt der Handschuhe hab ich mir 2 Zigarettenpackungen auf die Hände gesteckt, dazu der Fischgrätmantel und die 2 alten Pfannen. Es kann losgehen. Muß jetzt noch mal im Geist den Bewegungsablauf durchgehen. Also: im Telemark runterfahren, am Schanzentisch die Hocke machen, und im V-Stil landen, oder? Scheiße. Ich weiß es nicht mehr, und ich trau mich nicht zu fragen! Komm Jäkle, einfach runter!

© Christoph Grissemann/Dirk Stermann

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Nachtrag Hamburg

Gesehen im Cafe Journal in der Davidstraße/Hamburg: der NICHTRAUCHERkäfig....

Peter Licht - Lied vom Ende des Kapitalismus

Montag, 15. Dezember 2008

Hamburg und Händel

Deckengestaltung im 'Cafe Paris' in Hamburg - hingehen, gutfinden
Cafe Paris

Holzskulptur auf dem Hamburger Weihnachtsmarkt / Rathaus

In Hamburg war es schön und ein bisschen stressig. Die/das Lesung/Konzert von Olli Schulz gefiel mir nicht so gut, der besten Ehefrau von allen dagegen schon. Wir nächtigten im Empire Riverside Hotel (ehemalige Astra Brauerei), das ist nicht so schlecht und bietet eine fabelhafte Sicht auf den Hafen (vor allem aus der Bar im 20. Stock) - liegt aber im Preis deutlich zu hoch....
Gemütlich dagegen das Elbwerk auf der gegeüberliegenden Strassenseite, nicht zu hip und doch mit Stil. Und guter Musik.


Blick vom Hotel auf den Hamburger Hafen


Große Krippe am Weihnachtsmarkt in der Mönckebergstraße

Gestern abend dann haben wir Händels Messias-Aufführung (historische Instrumente des 18.Jh und in Englisch) in der ebenfalls gestern nach der Renovierung eröffneten St.Nicolai-Kirche besucht.
Gut. Und lang. 3 Stunden lang.
Wie der geneigte Leser sicherlich weiß, besteht das Oratorium aus 3 Teilen, ein Teil der Besucher vermutete die nach dem 2. Teil angekündigte Pause schon nach dem 1.Teil (nach ca 1:20 h). Aufbruchstimmung und eine kafkaeske Situation.....

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Ausflug

Heute fahren wir nach Hamburg, unter anderem werden wir dort heute Abend eine musikalische Lesung mit Olli Schulz besuchen - und zwar im 'Übel und Gefährlich'.....

Wir wissen noch nicht, in welchem Hotel wir unterkommen werden, schöne bis sehr schöne Hotels haben sie ja in Hamburg - aber teeeuuueeer.....

Wenn wir am Samstag wieder da sind, läuft unsere Heizung hoffentlich wieder normal; die Elektronik hat das Eigenleben eines besoffenen Matrosen entwickelt....wer immer dieses komplizierte Gedöns aus Außen-und Innensensoren, Pumpen, Programmen und Thermostaten domestiziert, verdient meinen höchsten Respekt.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Samstag, 6. Dezember 2008

Und wieder Kläschen

Wer schauen möchte, ob er einen Bekannten auf dem Rummel erkennt:
Die neu positionierte Webcam der Stadt Lemgo liefert Bilder von der Mittelstrasse Richtung Osten (Post).

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