Zitat des Tages

Donnerstag, 30. Juli 2009

Der Ölpreis

ist innerhalb des letzten Jahres um knapp 50 % gefallen, und zwar von über 130 $ im August letzten jahres auf ca 65 $ am heutigen Tage. Hat heute jemand sich mal die Spritpreise angeschaut?
Nicht? Der Liter Super kostetete im Juli des vergangenen Jahres ca 1,50 €, am 30.07.09 im Bundesdurchschnitt 1,34 €, das bedeutet, wir bezahlen ca 10 % weniger für den Liter Benzin.

Was ist mit der Differenz von ca 40 % ? Nach den Argumenten der Ölmultis richtet sich doch der Tankstellenpreis nach den Weltmarktölpreisen, also dürfte der Liter Benzin - seien wir mal großzügig - maximal 1 € kosten.

Der Witz ist: in Deutschland verbrauchen wir täglich ca 170 Millionen Liter Benzin. Wie würde es uns wohl gehen, wenn wir die eingesparten knapp 60 Millionen € täglich in Handel und Dienstleistungen investieren könnten ?

Fragt doch mal die Politiker, die sich wegen des Wahlkampfs in nächster Zeit gern auf der Strasse zeigen werden...

Mittwoch, 29. Juli 2009

Titelseite der TAZ vom 29.07.09

KOMMENTAR VON REINER METZGER

Die Wähler müssten es mal merken

Es ist zum Verzweifeln. Sobald es einfach wird, rollt die Empörung: Eine Ministerin, ihr Dienstwagen im Urlaub geklaut, und schon ist der karrierebedrohende Skandal da. Wenn hingegen im Bundestags-Untersuchungsausschuss über das Wann und Wie von 102 Milliarden Euro Steuergeldern für die Bank Hypo Real Estate geforscht wird, bleibt die Öffentlichkeit kühl. Es kommt ja auch nichts Griffiges dabei heraus: Der Minister und seine Staatssekretäre waschen ihre Hände in Unschuld. Die Bankenaufsicht hat die HRE geprüft, etwas festgestellt und auch nach oben gemeldet, aber irgendwie alles nicht so gemeint.

Und dankenswerterweise ist ja auch in wenigen Wochen die Wahlperiode zu Ende, danach muss jede Untersuchung im Bundestag wieder von vorne anfangen. Das werden alle Verantwortlichen aussitzen.

Was bleibt: Der Staat hat mit etwa 100 Milliarden gebürgt und gezahlt, die Privatwirtschaft in weit geringerem Maße. Die Rede ist von 15 Milliarden Euro durch die deutschen Banken. Aber Genaues weiß man nicht, denn viele Akten sind und bleiben vertraulich. Der Staat hilft einer privaten Bank aus der Patsche, verstaatlicht sie schließlich, jeder der 82 Millionen Bundesbürger bürgt im Schnitt mit 1.200 Euro - und niemand erfährt die Details. Wessen Karriere bedroht dieser Skandal? In der Politik offensichtlich niemandes. Die Banker verdienen sogar auf lange Frist an dem Deal: Sie geben der geretteten HRE munter Kredite und kassieren die Zinsen voller Zuversicht, denn die Bundesregierung bürgt ja dafür. Mit dem Staat Geschäfte machen macht einfach richtig Spaß.

Wenn Bundesministerin Ulla Schmidt bei der Gesundheitsreform ähnlich wenig zustande gebracht hätte wie das Kanzleramt und das Finanzministerium bei der Finanzkrise, wäre sie schon längst weg. Wo bleiben denn nun die veränderten Börsenregeln, die Börsenumsatzsteuer? Wo die Vereinbarungen zur Offenlegung und Standardisierung der ganzen Derivate, die die Misere ausgelöst haben? Wo bleibt eine wirksame Gesetzgebung zu den versagenden Prüfern, den Rating-Agenturen? Es ist nichts in Sicht. Zwei Tage vor den Bundestagswahlen endet der Weltfinanzgipfel von Pittsburgh, USA. Wenn dort wieder nichts passiert, hat diese Bundesregierung eine Bestrafung durch die Wähler wahrlich verdient. Die müssen es nur noch merken.

Sonntag, 26. Juli 2009

Kleine Wanderung

auf einem Teil des Lemgoer Landwehrweges...






Donnerstag, 23. Juli 2009

Doch keine höheren Steuern für Reiche

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat eine stärkere Besteuerung von Vermögen in Deutschland gefordert. Allein eine Anhebung auf das EU-Durchschnittsniveau würde dem Staat jährlich 25 Milliarden Euro bringen. Die Regierung möchte davon aber lieber die Finger lassen: Die Reichen sind nämlich dagegen, haben mit großer Mehrheit entschieden, daß sie sowas nicht wünschen. Und die Nichtreichen lehnen den Vorschlag einer Umfrage zufolge gleichfalls empört ab: In Deutschland werden Reiche traditionell als gottähnliche Wesen verehrt, denen man keinen Wunsch abschlagen darf.

Quelle http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews[tt_news]=3051&tx_ttnews[backPid]=3&mailNews=true&cHash=33276fd542


Montag, 20. Juli 2009

Puuuuh...

Ist das Leben so anstrengend - oder macht man es sich selbst unnötig schwer ?

Die Kraft, Ruhe und Gelassenheit, welche ich mir während meines Urlaubs in Spanien erwandert hatte, verpufften hier mit Lichtgeschwindigkeit. Anscheinend befinde ich mich in einer dieser Phasen, in denen Dir alles unheimlich mühsam erscheint und Fehlschlag sich an Fehlschlag reiht.

Sei's drum, ab heute heute ist die Welt wieder eine Blume und wir sind ihre Blüten - so habe ich es beschlossen.

Und sonst? In Lemgo endete am Freitag das 'Sommertheater' und die Kampagne SEHENLERNEN begann am selbigen Tag. Zwischendurch gab es das Strohsemmelfest (der Weisswein im italienischen Weindorf im Abteigarten war wieder nicht gekühlt, dafür hatte es am späten Samstag Abend gar keinen Wein mehr) und die Orgel in der Nicolai-Kirche ist fertiggestellt. Michaela war die Trauzeugin ihrer besten Freundin und Johann - der Österreicher, den ich auf dem Camino kennengelernt habe - kam zu Besuch. Der Marktplatz in Lemgo wird gepflastert (selbstredend kann man nicht garantieren das er im Dezember zu Kläschen -Lemgo's bedeutendstem Volksfest - begehbar ist) und ich habe Karten für das Oktoberfest in Lemgo gekauft um dort mit meiner Belegschaft zu feiern.
Das heißt, was von meiner Belegschaft übrig geblieben ist. Drei altgediente Mitarbeiter galt es zu ersetzen, ein Unterfangen so schwierig, als spiele man Billard mit einem Kerzendocht statt eines Queues.

Aber Ihr wisst schon: Gestern war ein schöner Tag, heute ist ein schöner Tag und morgen wird ein schöner Tag sein....

Hit